Mit Blick nach vorne

Renovierungsarbeiten und Instandsetzungen während des Lockdowns

Natürlich hat es die Steinburg, wie so viele andere auch, hart getroffen, über Monate hinweg die Türen schließen zu müssen. Trotz Planungsunsicherheit, Kurzarbeit und ausbleibender Gäste steht aber ein Haus wie unseres nie still. Es gibt immer etwas zu tun, vor allem unser Gebäudekomplex mit historischem Schlosshotel und modernem Refugium ist beschäftigungsintensiv. Hinzu kommen noch die Pflege der Terrassen, Grün- und Außenanlagen, die Instandsetzung zahlreicher Balkone, sowie die komplexe Haustechnik und technische Ausstattung des Hotels.

Chance des Lockdowns nutzen
„Wir müssen die Zeit ja auch sinnvoll nutzen und uns vor allem für eine Zeit nach dem Lockdown vorbereiten“, erklärt Lothar Bezold die Optimierungs- und Renovierungsmaßnahmen in und um das Gebäude. „Unser Hauptaugenmerk liegt vor allem auf den Zimmern, hier wünschen wir uns einen neuen Anstrich. Denn die Verschönerungen sollen für die Gäste spürbar sein, wenn wir endlich wieder unsere Tore öffnen dürfen.“ Derzeit wird das Landschloss neu gestrichen, das Team arbeitet sich von oben nach unten, Stockwerk für Stockwerk vor. Auch die Balkone werden saniert, bis Ende April sollen sie abgedichtet und belegt sein. Auch die Fenster werden von innen und außen abgeschliffen und erhalten einen frischen Anstrich. „Wir müssen keine Rücksicht nehmen, ob die Zimmer von Gästen belegt sind oder ob gerade eine Veranstaltung ist.“ So haben die Maler bereits die Refugiumzimmer großflächig getüncht und optisch aufgefrischt.

Den Blick nach vorne richten
Lothar und Kerstin Bezold und ihre Steinburg-Familie freuen sich schon sehr, wenn sie die ersten Gäste wieder empfangen dürfen und das Leben einen normaleren Verlauf nimmt. „Wir sind alle höchst motiviert und bringen für die Wiedereröffnung unser Schlosshotel auf Vordermann. Eigentlich machen wir gerade den großen Frühjahrsputz und feudeln kräftig durch“, scherzt Kerstin Bezold. Beide Schlossherren sind froh, nicht untätig zu sein: „Es ist gut, Aufgaben zu haben und nach vorne zu schauen. Das wollen wir auch unseren Mitarbeitern und Gästen vermitteln – es muss weitergehen, wir sind bereit.“

Weitere Verbesserungen im Haus
Der hauseigene Innenpool wurde ebenfalls neu gestrichen und hat eine zeitgemäße Optik bekommen. Eine neue Isolierung mit entsprechender Dämmung war auf dem Schwimmbaddach nötig. Dadurch werden dauerhaft Heizkosten eingespart. Genauso wird ab sofort in der Küche ein umweltfreundlicheres Kühlmittel verwendet, um auch hier nachhaltiger zu wirtschaften. Eigentlich hätte Lothar Bezold gerne noch einige Badezimmer saniert. „Das müssen wir auf Anfang nächsten Jahres verschieben. Nicht alle Sanierungswünsche können jetzt umgesetzt werden, wir müssen die kaufmännische und betriebswirtschaftliche Lage vorausschauend einschätzen. Die Kosten dürfen uns nicht davon laufen.“

Längste Zeit während des Lockdowns geschlossen
Der Schlossherr kann sich nicht erinnern, jemals schon so eine lange Zeit den Hotelbetrieb geschlossen zu haben – nämlich acht bis neun Monate wie jetzt während des Lockdowns. „Im Jahr 2000 war die Steinburg beim Umbau der Küche fünf Wochen komplett zu“. Das war wohl der längste Zeitraum, in dem wir in den vergangenen Jahrzehnten geschlossen hatten. Und so ist es nicht überraschend, dass das gesamte Team schon voller Vorfreude auf den ersten Tag der Eröffnung wartet: „Wir werden alle ganz wehmütig, wenn wir an unsere Gäste und das fehlende Leben im Haus denken. Wir wollen endlich wieder durchstarten und unsere Gäste begrüßen.“